Auszeichnungen.


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Orden

Karl-Marx-Orden
Vaterländischer Verdienstorden
Stern der Völkerfreundschaft
Banner der Arbeit
Scharnhorst-Orden
Kampforden "Für Verdienste um Volk und Vaterland"
Preise

Nationalpreis

Johannes-R.-Becher-Preis

Preis für künstlerisches Volksschaffen

Heinrich-Heine-Preis

Friedrich-Engels-Preis

Heinrich-Greif-Preis

Kunspreis der Deutschen Demokratischen Republik

Architekturpreis der Deutschen Demokratischen Republik

Guts-Muths-Preis

Theodor-Körner-Preis

Cisinski-Preis

Rudolf-Virchow-Preis

Designpreis der Deutschen Demokratischen Republik

Jacob-und Wilhelm-Grimm-Preis der Deutschen Demokratischen Republik

Zur Verordnung über das Tragen der Ehrenabzeichen zu staatlichen Auszeichnungen vom 19. April 1978 geht es hier.
Medaillen Ehrentitel Abbildungen diverser Auszeichnungen finden Sie hier (Fremdsite).

Neben den nichtstaatlichen Auszeichnungen gab es in der DDR zahlreiche staatliche Auszeichnungen.

A. Orden

Von den 6 Orden der DDR wurden 4 vom Vorsitzenden des Staatsrates oder in seinem Namen verliehen. Den Scharnhorst-Orden verlieh der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrates und den Kampforden für "Verdienste um Volk und Vaterland" der Minister für nationale Verteidigung. bis auf den Scharnhorst-Orden, mit dem nur Einzelpersonen geehrt werden, konnten die Orden auch an Kollektive verliehen werden, der Vaterländische Verdienstorden auch an Städte und Gemeinden. Mit einem Orden ausgezeichnete Kollektive bildeten dessen Abzeichen auf ihren Hauseingängen, Briefbogen oder Druckerzeugnissen ab. Die oberste Klasse des Sterns der Völkerfreundschaft wurde am Schulterband getragen, die beiden anderen Klassen dieses Ordens waren Bruststerne, allen anderen Orden wurden auf der linken oberen Brustseite angelegt.


Der Karl-Marx-Orden

galt als ehrenvollste staatliche Auszeichnung der DDR. Er wurde verliehen "für hervorragende Verdienste a) in der Arbeiterbewegung, b) bei der schöpferischen Anwendung des Marxismus-Leninismus, c) bei der Gestaltung des entwickelten gesellschaftlichen Systems des Sozialismus mit seinem Kernstück, dem ökonomischen System des Sozialismus, d) auf den Gebieten der Wissenschaft und Technik, e) auf den Gebieten der Kust und Kultur, Bildung und Erziehung, f) im Kampf um die Sicherung des Friedens, g) in der Pflege und Förderung echter freundschaftlicher Beziehungen zur Sowjetunion, zu den anderen sozialistischen Staaten und allen friedliebenden Völkern der Welt sowie solcher Beziehungen von Angehörigen und Organisationen dieser Völker zur Deutschen Demokratischen Republik". Prämie bei Verleihung an Einzelpersonen: 20.000 Mark.


Der Vaterländische Verdienstorden

wurde in den Stufen Bronze, Silber, Gold und Ehrenspange zu Gold verliehen "für besondere Verdienste a) im Kampf der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung und im Kampf gegen den Faschismus, b) beim Aufbau, bei der Festigung und Stärkung sowie beim Schutz der Deutschen Demokratischen Republik, c) im Kampf um die Sicherung des Friedens sowie bei der Erhöhung des internationalen Wirkens der Deutschen Demokratischen Republik". Der Orden konnte nur einmal in der gleichen Stufe verliehen werden. Prämien bei Verleihung an Einzelpersonen (in Mark): für Bronze 2.500, Silber 5.000, Gold 10.000. Prämien bei Verleihung an Kollektive (bis zu 10 Mitgliedern): Bronze 500, Silber 1.000, Gold 2.000. Ordensträger, die die Auszeichnung bis zum Jahre 1973 erhalten hatten, bezogen statt der Prämie ein jährliches Ehrengeld: für Bronze 250, Silber 500, Gold 1.000 Mark. Träger der Ehrenspange zu Gold erhielten keine Geldzuwendungen.


Der Stern der Völkerfreundschaft

diente der "Würdigung außerordentlicher Verdienste um die Deutsche Demokratische Republik, um die Verständigung und die Freundschaft der Völker und um die Erhaltung des Friedens". Der Orden wurde in drei Klassen verliehen: I. Klasse Großer Stern der Völkerfreundschaft in Gold, II. Klasse Stern der Völkerfreundschaft in Gold, III. Klasse Stern der Völkerfreundschaft in Silber.


Abb.: W. Cogge

Der Banner der Arbeit

wurde verliehen für "hervorragende und langjährige Leistungen bei der Stärkung und Festigung der DDR, insbesonere für hohe Arbeitsergebnisse in der Volkswirtschaft". Für die Auswahl der Vorschläge wurden folgende Kriterien zugrunde gelegt: "Die Erfüllung und zielgerichtete Übererfüllung des Volkswirtschaftsplans, ständige Steigerun der Arbeitsproduktivität, der Erreichung einer hohen Effektivität der Produktion, der Senkung der Kosten und einer hohen Qualität der Erzeugnisse, die Intensivierung der Produktion durch umfassende sozialistische Rationalisierung, die Entwicklung vorbildlicher Initiativen und Ergebnisse im sozialistischen Wettbewerb und in der Neuerertätigkeit, die Entwicklung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, die schnelle Überleitung neuer Technologien und Verfahren sowie die Einführung neuer qualitätsgerechter Erzeugnisse in die Produktion, die Erfüllung und Übererfüllung der Außenhandelsaufgaben, die Vertiefung der sozialistischen ökonomischen Integration, die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen". Der Orden wurde im Jahr 1974 in drei Klassen aufgeteilt. Jahresquoten der einzelnen Stufen: Stufe III bis zu 1.000 Orden, Stufe II bis zu 500 Orden, Stufe I bis max. 250 Orden. Die vorher verliehenen Orden galten als Orden der Stufe I. Prämienzahlungen bei Verleihung an Kollektive bis zu 20 Mitgliedern: Stufe III 500, Stufe II 750, Stufe I 1.000 Mark.


Der Scharnhorst-Orden

war benannt nach dem Schöpfer des preußischen Volksheeres, Gerhard von Scharnhorst (1755-1813) und wurde verliehen "für besondere Verdienste a) bei der Erfüllung von Aufgaben zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft der Deutschen Demokratischen Republik, b) auf dem Gebiet der Truppenführung, c) beim Einsatz der ganzen Persönlichkeit zum Schutze der Deutschen Demokratischen Republik, d) bei der Weiterentwicklung der Militärwissenschaft und Militärtechnik, e) bei der Festigung der Militärkoalition der sozialistischen Bruderarmeen". Die Ordensträger erhielten eine Prämie von 5.000 Mark.


Abb.: ddr-orden.de

Der Kampforden "Für Verdienste um Volk und Vaterland"

wurde verliehen "für hervorragende Verdienste a) bei der sozialistischen Wehrerziehung der Jugend, b) auf dem Gebiet der Truppenführung, c) bei der Erziehung und Ausbildung, d) in der persönlichen Einsatzbereitschaft, e) bei der Wartung und Instandhaltung der technischen Ausrüstung und Bewaffnung und bei der Entwicklung der Militärtechnik, f) bei der Entwicklung der Militärwissenschaft, g) bei Einsätzen, die für den Aufbau und den Schutz des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik von großen Nutzen sind, h) um die Festigung der Waffenbrüderschaft mit den sozialistischen Bruderarmeen". Der Orden wurde in den Stufen Bronze, Silber und Gold verliehen.


 

 

B. Preise

Die höchste Auszeichnung, der Nationalpreis, wurde vom Vorsitzenden des Staatsrates, alle anderen Preise von den für die Preisverteilung zuständigen Ministern des Ministerrates verliehen (die meisten vom Minister für Kultur). Mit nahezu allen Preisen wurden sowohl Einzelpersonen als auch Kollektive ausgezeichnet. Jeder Preisträger erhielt eine Medaille.

Der Nationalpreis

wurde verliehen für "hervorragende schöpferische Arbeiten auf den gebieten der Wissenschaft und Technik, bedeutende mathematisch-naturwissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen, die Einführung neuer Arbeits- und Produktionsmethoden" sowie für "hervorragende Werke und Leistungen auf den Gebieten der Kunst und Literatur". Der Nationalpreis wurde in drei Klassen verliehen. Die Höhe des Preises I. Klasse 100.000 M, II. Klasse 50.000 M, III. Klasse 25.000 M.

Der Johannes-R.-Becher-Preis

- benannt nach dem Dichter und ehemaligen Minister für Kultur der DDR, Johannes R. Becher (1891-1958) - wurde verliehen "für Werke der deutschen Lyrik, die im Geiste der großen Dichtung von Johannes R. Becher einen würdigen Beitrag zur sozialistischen deutschen Nationalliteratur bilden". Der Preis, der alle zwei Jahre verliehen wurde, war mit einer Geldprämie in Höhe von 20.000 M dotiert.

Der Preis für künstlerisches Volksschaffen

war für "hervorragende Neuschöpfungen, beispielgebende künsterische Interpretation, richtungsweisende wissenschaftliche Forschungsarbeit oder vorbildliche kulturpolitische Leistungen auf dem Gebiet des künstlerischen Volksschaffens" verliehen. Die Höhe des Preises, der in zwei Klassen verliehen wurde, betrug für Einzelpersonen bis zu 15.000 M (I. Klasse), bis zu 3.000 M (II. Klasse), für Gruppen (je nach Struktur) 5.000 bis 15.000 M (I. Klasse), 3.000 bis 10.000 M (II. Klasse).

Der Heinrich-Heine-Preis

wurde verliehen für "a) lyrische Werke und b) Werke der literarischen Publizistik". Die Höhe des Preises - jährlich eine Auszeichnung für lyrische Werke und eine für Werke der literarischen Publizistik - betrug 12.500 M.

Der Friedrich-Engels-Preis

wurde verliehen für "hervorragende Leistungen in der Forschung oder in der Wissenschaftsorganisation, die der Stärkung und Vervollkommnung der sozialistischen Landesverteidigung insgesamt oder eines ihrer Teilsysteme" dienten. Die Höhe des Preises betrug für Kollektive in der I. Klasse bis zu 25.000 M, in der II. Klasse bis zu 15.000 M, in der III. Klasse bis zu 10.000 M. Für Einzelpersonen war der Preis mit bis zu 10.000 M. in der I. Klasse, bis zu 6.000 M in der II. Klasse sowie bis zu 4.000 M in der III. Klasse dotiert.

Der Heinrich-Greif-Preis wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Kunstpreis der Deutschen Demokratischen Republik wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Architekturpreis der Deutschen Demokratischen Republik wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Guts-Muths-Preis wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Theodor-Körner-Preis wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Cisinski-Preis wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Rudolf-Virchow-Preis wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Designpreis der Deutschen Demokratischen Republik wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.

Der Jacob-und Wilhelm-Grimm-Preis der Deutschen Demokratischen Republik wird hier zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt.


C. Medaillen

Die in der DDR verliehenen Medaillen werden zu einem späteren Zeitpunkt hier aufgeführt.


D. Ehrentitel

wurden vornehmlich an Einzelpersonen verliehen, aber auch Kollektive konnten mit ihnen ausgezeichnet werden. Zu jedem Ehrentitel gehörte eine Geldprämie (außer bei Verleihung von Ehrentiteln an Sportler, die offiziell keine Geldzuwendungen erhalten durften). Die Ehrentitel Held der Deutschen Demokratischen Republik, Held der Arbeit sowie Hervorragender Wissenschaftler des Volkes wurden vom Vorsitzenden des Staatsrates verliehen. Die Mehrzahl der anderen Ehrentitel wurden von den zuständigen Ressortministern und den Leitern der obersten Behörden oder in deren Namen verliehen. Jeder Ehrentitel war mit der Verleihung einer tragbaren Medaille verbunden (außer den Ehrentitel Kollektiv der sozialistischen Arbeit und Betrieb der sozialistischen Arbeit).

Held der DDR

Der Ehrentitel Held der DDR wurde verliehen an Personen, »die durch ihre außerordentlichen Leistungen und Verdienste Heldentaten für die DDR, für ihre Entwicklung und allseitige Stärkung, für die internationale Anerkennung und Autorität sowie für ihren sicheren militärischen Schutz vollbracht haben«. (Stiftungsjahr.: 1975; Jahresquote: bis zu 10; seit 1978 mit gleichzeitiger Verleihung des Karl-Marx-Ordens verbunden; Preise: für beide Auszeichnungen zusammen 25 000 Mark)


ddr-orden.de

Held der Arbeit

Der Ehrentitel Held der Arbeit wurde an Personen verlie hen, die »durch ihre besonders hervorragende, bahnbrechende Tätigkeit, insbesondere in der Indu strie, der Landwirtschaft, dem Verkehr oder dem Handel oder durch wissenschaftliche Entdeckungen oder technische Erfindungen sich besondere Ver dienste um den Aufbau und den Sieg des Sozialis mus erworben haben und durch diese Tätigkeit die Volkswirtschaft und damit das Wachstum und das Ansehen der DDR förderten«. (Gestiftet: 1950; Jahres quote: bis zu 50; Preis: bis zu 10.000 Mark)

Fliegerkosmonaut der DDR

Dieser Ehrentitel wurde verliehen für »Leistungen bei der Teilnahme an bemannten Weltraumflügen, die für die DDR und die soziali stische Staatengemeinschaft sowie für das Wohl der Menschen überragende Bedeutung haben und hohe persönliche Einsatzbereitschaft, Mut, Kühn heit sowie hervorragende wissenschaftliche und in genieurtechnische Kenntnisse erfordern«. (Stiftungsjahr: 1978; wird zusammen mit dem Ehrentitel »Held der DDR« verliehen.) 

Für die bewaffneten Organe, aber auch für andere Aufgabenbereiche des Staatsapparates gab es eine größere Zahl von Ehrentiteln:

Verdienter Angehöriger der Nationalen Volksarmee

Stiftungsjahr.: 1975; Jahresquote: bis zu 20; Preis: 5000 Mark

Verdienter Militärflieger der DDR

Stiftungsjahr: 1974; Jahresquote: bis zu 10; Preis: 5000 Mark

Verdienter Angehöriger der Grenztruppen der DDR

Stiftungsjahr: 1975; Jahresquote: bis zu 5; Preis: 5000 Mark

Verdienter Angehöriger der Zivilverteidigung der DDR

Stiftungsjahr.: 1977; Jahresquote: bis zu 5; Preis: 5000 Mark

Verdienter Volkspolizist der DDR

Stiftungsjahr: 1966; Jahresquote: bis zu 20; Preis: bis zu 5000 Mark

Verdienter Mitarbeiter der Staatssicherheit 

Stiftungsjahr: 1969; Jahresquote: bis zu 20; Preis: 5000 Mark

Verdienter Mitarbeiter der Zollverwaltung der DDR

Stiftungsjahr.: 1972: Jahresquote: bis zu 10; Preis: 5000 Mark)

Verdienter Volkskontrolleur der DDR

Stiftungsjahr: 1981; Jahresquote: bis zu 15; Preis: 5000 Mark

Verdienter Mitarbeiter des Finanzwesens der DDR 

Stiftungsjahr: 1978; Jahresquote: bis zu 40; Preis: 5000 Mark


Einige Ehrentitel waren für bestimmte Gruppen der Intelli genz gedacht:

Hervorragender Wissenschaftlicher des Volkes

Stiftungsjahr: 1951; Jahresquote: bis zu 6; Preis: bis zu 4000 Mark

Verdienter Erfinder

Stiftungsjahr: 1950; Jahresquote: bis zu 50; Preis. für E.: 4000, Preis für K.: 15000 Mark

...weitere Ehrentitel folgen...


Quelle: DDR Handbuch, Hrsg. vom Bundesminister für innterdeutsche Beziehungen, Verlag Wissenschaft und Politik, 1. Auflage, August 1979

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 06.01.2001.