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Erich Mielke (scr) 10.06.2000 - Mielke war von 1957 bis zur Wende im November 1989 Minister für Staatssicherheit (MfS). Das von ihm geleitete MfS war die wohl meistgefürchtete und -respektierte Insititution in der DDR. Eine DDR ohne Mielke ist heute nicht mehr vorstellbar, zu lange hat er hinter den Kulissen die Fäden in der Hand gehalten und die Umsetzung der Parteibeschlüsse nach eigenem Gutdünken durchgesetzt, zum großen Teil mit Gewalt. "Wer ist wer?" war Mielkes Credo, auf dem er seinen Schnüffelapparat im In- und Ausland aufbaute. Er war der Herr über Operative Vorgänge, Inoffizielle Mitarbeiter; er entschied, ob ein politisches Urteil auf Tod lautete oder nicht. Erich Mielke starb am 21. Mai 2000 im Alter von 92 Jahren im Berlin-Hellersdorfer Altenpflegeheim "Haus Kyritz", wo auch sein Sohn Frank (51), früher ebenfalls ranghoher Offizier im Ministerium seines Vaters, als Mediziner arbeitet. Erich Mielkes Frau Gertrud wohnt heute in einem Plattenbau in Höhenschönhausen, dort, wo eines der berüchtigtsten Stasi-Gefängnisse Teil der MfS-Herrschaft war. Heute, am 10. Juni, soll, so die ursprünglich verbreitete Meldung, Erich Mielke in Berlin beerdigt werden - in Wahrheit wurde er bereits heimlich am 6. Juni beigesetzt. Ausgerechnet auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, einem früheren Hauptheiligtum der DDR. Dort nämlich liegen auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begraben. Um über Mielke, diesen hochdekorierten Tschekisten, zu informieren, bietet Ihnen die DDR im WWW eine Reihe ausgewählter Informationen. Rechts haben wir für Sie weiterführende Informationen thematisch gegliedert. Klicken Sie bitte auf die für Sie interessanten Links. Von dort gelangen Sie ganz einfach wieder auf diese Hauptseite, indem Sie das "Spezial"-Logo (wie auf dieser Seite rechts oben abgebildet) klicken. |
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Bei (...) allen Möglichkeiten, Mitteln und Methoden, die uns zur Verfügung stehen und zur Anwendung kommen, ist und bleibt unsere entscheidende Waffe der Kundschafter im Lager des Feindes, der IM, der Verbündete der Kämpfer an der unsichtbaren Front. E. Mielke Eine Bestandsaufnahme beim gesamten Staatssicherheitsdienst der DDR ergab 124.593 Pistolen, 76.592 Maschinenpistolen und Gewehre sowie Panzer- und Flugabwehrgeräte. Die Stasi-Rolle. SPIEGEL TV - Doku. Mielke war und blieb ein Bewunderer des Generalissimus. Für viele Mitarbeiter wie auch für mich war Mielke ein Stalinist reinsten Wassers. Ein HVA-General (Quelle) Obwohl er mit Sicherheit das Gegenteil wollte, hat er einen entscheidenden Beitrag zum Scheitern des sozialistischen Versuchs auf deutschem Boden geleistet. Gregor Gysi, PDS, zum Tod Erich Mielkes Erich Mielke - das ist die Verkörperung der Widersprüche der historischen Bewegung, der DDR, der SED. ... Er lebte im Jahrhundert der Extreme. Lothar Bisky zum Tod Erich Mielkes Eins ist immerhin sicher: In den Himmel kommt Mielke nicht. Bärbel Bohley zum Tod Erich Mielkes
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